New Orleans: (10.5.-13.5.2019)

Was für eine Stadt! Lebensfroh, schöne Architektur und absolut musikalisch. Schon von Anfang an meines Aupairjahres stand für mich fest: Ich wollte unbedingt nach New Orleans, koste es was es wolle (besser gesagt als getan schließlich muss man doch ein wenig auf sein Geld achten, gerade weil man als Aupair nicht viel verdient 😉 ). Somit waren die Flüge dorthin leider immer unglaublich teuer, was ich nachdem ich nun da war auch verstehen kann. Mit dem schauen von „The Originals“ (was ein Spin of von „The Vampire Diaries“ ist und in New Orleans spielt) wurde das Bedürfnis nach New Orleans zu gehen noch größer. Was ein Glück, dass ich die Flugtickets mit Lucy und Evelina zusammen schon gekauft hatte, nachdem wir einen relativ guten Deal fanden (ein Urlaubstag musste drauf gehen aber zu recht!). Nach der Arbeit sollte es Freitag Abend also zum Flughafen gehen, denn unsere Flieger ging um 10:00 Uhr nachts, jedoch gab es eine Verspätung von einer Stunde wegen eines Unwetters, womit wir dann erst um 11:00 flogen. Generell wurde vorausgesagt, dass es in New Orleans sowohl Samstag als auch Sonntag den ganzen Tag regnen sollte, was uns absolut nicht in den Kram passte, da wir nur diese zwei Tage dort sein würden. Aber zum Wetter nachher mehr. Nachdem der Flieger also eine Verspätung hatte, kamen wir erst sehr spät oder sehr früh  (wie man es sehen mag) um 2 Uhr an unserem Hostel (India House) an, wo wir einen vierer Raum mit eigenem Bad gebucht hatten, in der Hoffnung wir wären nur zu dritt drin und so war es schlussendlich auch. Allerdings war das Hotel auch wenn es auf dem ersten Blick einen coolen Eindruck machte nicht wirklich hygienisch aber dafür, dass wir dort nur die Nächte verbringen würden war es schon okay und immerhin die Lage machte all das besser. Super schnell und einfach konnte man mit dem Streetcar, was eine Straßenbahn ist, zum French Quarter, wo das leben New Orleans spielt, gelangen und mit einem Tagesticket von 3 $ war es zudem extrem günstig, Da kann man sich wirklich nicht beklagen. Generell schien es in New Orleans im Vergleich zu Virginia und gerade Arlington alles etwas günstiger zu sein. Auch der Bus zurück zum Flughafen am Montag kostete nur 2 Dollar, während hier die günstigste Methode um zum Flughafen zu kommen 7 Dollar sind und die Strecken sind fast identisch (ich rede vom Dulles und BWI Flughafen in DC Nähe 😉 ). Wie auch immer. Im Hostel angekommen wurde dann erstmal geschlafen (ich konnte leider irgendwie nicht schlafen, wahrscheinlich weil es schon zu früh am morgen für mich war). Trotzdem war ich fit am Tag drauf und das nötigste eingepackt machten wir uns zu aller erst auf den Weg zur Lafayette Cementery, wo u.a. einige Szenen von „The Originals“ gedreht wurden. Diese Cementery ist ziemlich bombastisch und extrem anders als andere Friedhöfe die ich sonst so gesehen habe. Es ist als gingest du durch Gassen mit kleinen Häusern und was ebenfalls auffiel, das sie immer bunte (grüne, violette und goldene) Perlenketten aus Plastikperlen an den Gräbern hatten. Mir kam das irgendwie schon bekannt vor und als wir die Bedeutung nachschauten und herausfanden, dass Grün für Glauben und Vertrauen steht, Gold für Kraft und Violette Gerechtigkeit symbolisiert, fiel mir ein dass es auch in „The Originals“ erwähnt wurde. Und wo wir gerade davon sprechen, an alle Fans von der Serie, ich muss euch enttäuschen aber „The Originals“ wurde nur sehr wenig in New Orleans gedreht und viel mehr in einer anderen weniger busy Stadt. Schade eigentlich… Na gut dann wollen wir jetzt aber auch mal den Part stoppen, wo ich die ganze Zeit von der Serie rede, aber ihr müsst mich verstehen, ich habe sie genau eine Woche vor New Orleans beendet und bin deshalb noch ein bisschen im Fieber. Entschuldigt bitte 😉 Nun aber wieder zu der Cementery. Als wir dort so durchliefen, war es ab und an schon ein komisches Gefühl zumal ich das schon immer seltsam fand auf Friedhöfen zu gehen und dann fing es ganz plötzlich auch noch an wie aus Eimern zu schütten. Wir wussten ja das es regnen sollte aber am morgen sah es nicht so wirklich danach aus, weswegen wir nur einen Regenschirm mitnahmen, wo wir uns also alle drunter quetschten. Ein Kupple stand nah bei uns woraufhin die Frau meinte dass wir ihr ein Handy geben sollten, da sie ein Bild von uns machen wolle so lustig sah es wohl aus. Hier also das Bild und noch ein paar andere:

Und ja der Regen hat aufgehört es war also wirklich nur ein Schauer und der restliche Tag gestaltete sich daraufhin absolut schön und das Wetter war super super warm. Das zum Thema Wetterbericht. Ich bin extrem froh, dass er oft nicht stimmt, ansonsten wären so einige Reisen in den States bei mir doch sehr traurig geendet 😉 Was wir mit dem restlichen Tag anfingen an dem es NICHT mehr wirklich regnete , abgesehen von ein paar wenig Tropfen?  Nach der Cementery fuhren wir zurück in den French Quarter zu der Hauptstraße (Bourbon und Royal Street Street) und liefen durch die Umgebung, schauten uns Gebäude und Shops an und gingen in Souvenirläden etc. Das Highlight waren aber ganz klar neben den absolut schönen Häusern, die Straßenmusiker, wo man sehen konnte, dass sie mit absolutem Herzblut bei der Musik sind. Generell wird in New Orleans die Stimmung dadurch so wie sie ist und New Orleans deshalb so attraktiv und wundervoll. Egal ob ein paar Bereiche etwas dreckig waren, man sah darüber völlig hinweg. Der ganze Scharm hat mich in eine ältere Zeit zurückversetzt und mich völlig in Bann gerissen. Die Stimmung war unglaublich und ich kann mir kaum vorstellen wie es erst sein mag wenn man dort ist wenn das Heritage Festival stattfindet. Das würde ich schon gerne irgendwann erleben, Und schon gibt es einen Punkt mehr auf meiner Bucketlist. 🙂 Nachdem wir dann am Abend doch vom Tag und dem ganzen Gelaufe geschaffen waren gingen wir zurück zum Hostel und holten uns Pizza bei der Pizzaria „Echo`s Pizza, die wir mit von Lucy gekauftem Wein etc., am Hostel verzehrten. Wir spielten Karten und quatschten. Ein wirklich schöner Ausklang eines super tollen Tages.

Nach einer Nacht, in der es aus allen Eimern geschüttet hatte und ich von dem Gewitter in der Nacht geweckt wurde, machten wir uns am morgen fertig. Unser Plan war es zum berühmten Café Du Monde zu fahren, um dort zu frühstücken. Doch wir wurden von einer vor dem Hostel überschwemmten Straße überrascht. Ich war dennoch bereit in die Stadt zu fahren zumal ich anrief und fragte ob das Café offen sei, was bejat wurde und ich mir sicher war, dass es im French Quarter nicht so aussah. Evelina und Lucy hatten aber keine Lust und wollten am Hostel bleiben. Ich machte mich dann auf den Weg zur Bahn, denn ich wollte new Orleans ausnutzen so gut es ging und meine Zeit nicht am Hostel totschlagen. Trotzdem war ich ein bisschen enttäuscht von den beiden anderen und schrieb ihnen das auch. Also kamen sie und meinten sie würden es ausprobieren. Doch die Sache hatte sich beinahe erledigt, denn die Straßenbahn fuhr nicht und als wir uns ein Pancakehaus ganz in unserer nähe rausgesucht hatten und uns gerade auf den Weg dorthin machen wollten, kam plötzlich die erste Bahn, also ging es doch in die Stadt. Und wie ich richtig vermutet hatte, dort war von dem Gewitter nix zu sehen! Somit ging es also zu dem Café, wo wir Beignets aßen, was ein für New Orleans typisches Gebäck ist. Es handelt sich dabei um eigentlich eine Art rauteförmigen Berliner, nur ohne die Marmelade drin und mit viel mehr Puderzucker. Eine Portion wird dabei immer mit drei Stück serviert. Es war super lecker, eben wie Berliner 😉 Anschließend kosteten wir noch die Zeit aus um uns den Mississippi, den French Market und den Platz vor der St. Louis Cathedral anzuschauen und gegen mittag schließlich zum Hostel zu fahren und uns ein wenig auszuruhen, denn danach ging es zum City Park der etwas weiter weg vom French Quarter war. Eigentlich hatten wir uns überlegt ein Auto zu mieten, um zu den absolut bombastisch aussehenden Plantagen zu fahren, die es rings um die City gibt, aber zeitlich wäre das alles sehr knapp geworden also entschieden wir uns dagegen und für den Park und ich muss sagen der Park war wie eine Märchenwelt. Zuallererst schufen die Bäume, die riesig und breit und einfach nur wunderschön waren die märchenhafte Atmosphäre, die durch die ganzen Brücken noch hervorgehoben wurden. Nach einer Weile wollten wir uns gerade auf den Rückweg machen, als eine Frau uns rief und meinte wir sollten aufpassen, denn sie habe einen Typen gesehen, der uns wohl verfolgt hätte und Fotos von uns machte. Und das war auch wirklich so. Als wir nämlich an ihr und ihrer Familie auf einer Brücke vorbeiliefen, dachten wir der Mann mit dem Fotoapparat würde Familienbilder von ihnen machen aber nein er fotografierte uns. Wir waren also erleichtert als wir in der Straßenbahn saßen mit der wir wieder zum French Quarter fuhren, um uns dort die Abendstimmung anzugucken und unsere new Orleans Zeit ausklingen zu lassen, denn am nächsten Morgen ging es mit dem Bus wieder zum Flughafen und zurück nach DC. Ich muss wirklich sagen der letzte Abend war richtig schön und hat nochmal gezeigt, dass New Orleans eine Stadt ist, die niemals schläft. Du gehst durch die Straße und siehst Musiker, am Abend vor allem die die mit Stöckern auf Plastikeimer trommeln. Zudem dringt aus jedem Restaurant, jeder Bar und sonstigen Geschäften, die dann noch geöffnet haben andere Musik zu dir und normalerweise denkt man sich ja „och nö bitte nicht so durcheinander“ aber hier ganz im Gegenteil. Es gibt einem einfach ein tolles Gefühl und gerade dadurch ist die Stimmung großartig.

Alles in allem bleibt also nur zu sagen: New Orleans ist absolut einen Besuch wert wenn nicht zwei, drei oder mehr. Ich würde immer wieder hin und gerade für Leute die Musik (Jazz) lieben sowie gerne feiern gehen ist es ein MUSS! Ich garantiere euch ihr werdet euch in diese Stadt verlieben und absolut begeistert von allem und wirklich allem sein. New Orleans ist soweit auf jeden Fall zu einer meiner Lieblingstädte in den States geworden!

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Colorado: (3.5.-6.5.2019)

Genauso wie im April erwartete mich auch Anfang Mai eine tolle Reise. Diese führte mich nach Colorado. Den Flug hatte ich schon länger gebucht und auch eine Unterkunft war mir sicher, denn in Colorado lebt ein Bekannter meines Papas mit seiner Familie, der super nett klang und mich sogar vom Flughafen abholen wollte. Den Trip hatte ich alleine gebucht, weil ich zu der Zeit niemanden fand, der mit mir kommen wollte. Doch in den letzten Monaten habe ich wie ich wahrscheinlich schonmal in einem anderen Blogeintrag erwähnt habe, zwei super tolle Freundinnen gewonnen (Evelina und Lucy), von denen Evelina sehr sehr gerne nach Colorado wollte und sich schließlich entschied mitzukommen. Bei beiden Flügen waren wir im gleichen Flieger, hatten jedoch keine Sitze nebeneinander. Das machte aber nix. Ein bisschen vor Arbeitsschluss ging es am Freitag zum Flughafen (BWI), wo wir mit zwei Stunden Verspätung (wegen eines Unwetters irgendwo auf unserer Strecke) endlich losflogen. Ich hielt den Bekannten (Florian) meines Papas natürlich auf dem Laufenden, so dass er nicht viel zu früh am Flughafen sein würde. Trotzdem hatte ich am Ende doch ein schlechtes Gewissen, weil wir erst um 12 Uhr nachts ankamen, aber so richtig was dafür konnten wir ja auch nicht. Dennoch hatte ich am Anfang das Gefühl, dass Florian ein bisschen schlecht gelaunt war (was man ihm ja auch nicht für übel nehmen kann). Nachdem wir mit seinem riesen Auto (ich hatte vorher noch nie ein komischer geformtes auto gesehen) dann zu ihm fuhren, lockerte sich glücklicherweise aber auch alles und wir unterhielten uns sehr lange auf der etwa 1:30 stündigen Autofahrt (zu Evelines leid auf deutsch, wobei sie mir später sagte, sie wäre sowieso zu müde gewesen, um zu sprechen). Auf der Autofahrt selber was von der Landschaft sehen, konnte ich leider nicht wirklich, da es zu dunkel war. Sicher war aber, das sie aber viele Nadelbäume haben und die Strecke zu ihnen sehr kurvig war und damit schon fast an Serpentinen erinnerte. Am Haus angekommen, viel mir zuerst die Ruhe auf, die sie umgab. Ich komme ja von einem Dorf in Deutschland und da ist es auch ruhig aber es war für mich so ungewohnt, da es in Arlington einfach anders ist und da ist mir aufgefallen wie sehr ich mich schon an Arlington gewöhnt habe. Dort herrscht gefühlt mehr Leben mehr Lärm, was vor allem aber auch an den ständig fahrenden Autos liegt. Evelina und ich genossen die Stille wirklich sehr. Geschlafen haben wir unten auf einer Luftmatratze, ich hatte komischerweise richtig Probleme mit dem schlafen, weil meine Arme immer eingeschlafen sind und ich auch sonst keine gute Position zum schlafen gefunden hatte. Dennoch war es schön dort und vor allem die Familie war super super nett. Am nächsten morgen sind wir, obwohl wir erst so spät ins Bett sind, früh aufgewacht was auch an der Zeitumstellung lag, da Colorado 2 stunden zurück liegt. Die fast 4 jährige Tochter klopfte morgens dann an unsere Tür und hatte keine scheu als ich aufmachte, um reinzukommen und mit mir zu quatschen. Auch die andere Kleine (fast 2 Jahre) war total offen. Die Mutter Stefanie begrüßte uns schließlich mit Rührei und Cranberry-Walnut Brot im Esszimmer. (Das erste Brot was ich hier als Brot bezeichnen würde). Wir unterhielten uns eine lange Zeit, um uns schließlich etwas zum Lunch zu machen, denn der Plan war wandern zu gehen. Als ich nochmal runterging erwartet mich eine Überraschung. einer der Hunde hatte aus der Seitentasche meines Rucksacks meine Granolabars und meine Schokolade gefischt und diese gegessen. Nur ein paar Reste des Papiers waren über geblieben. Erst war ich etwas traurig aber fand es dann auch irgendwie lustig wie der Hund das aus der Seitentasche fischen konnte. Schließlich fuhren wir zuerst zu einem Spielplatz, wo wir eine Weile waren und unsere Kindlichkeit auslebten ;), bis Evelina und ich uns schlussendlich mit Florian zu einem Trail aufmachten, um unsere Wanderung zu starten. Stefanie ging mit den Kids nach Hause. Wir wanderten den Trail bis zu einem Wasserfall, wo wir mittag aßen. Auf dem Weg dorthin, der etwas tricky war, weil noch immer Schnee lag und ich keine wirklichen Wanderschuhe hatte, ich also oft ausgerutscht bin, hatten wir das Glück einen Bären zu Gesicht zu bekommen, den ich entdeckte 🙂 Das war toll! Nach unserer Wanderung fuhren wir noch zu einem Aussichtspunkt und anschließend zurück zum Haus, wo wir den Tag mit einem leckeren Abendessen vom Grill ausklingen ließen.

Am darauffolgenden Tag wurden wir mit Pancakes begrüßt, packten unsere Sachen und was zu essen, denn wir entschieden wir, nachdem wir die Red Rocks machen würden (was das einzige war was ich unbedingt als Programmpunkt machen wollte, ansonsten wollte ich alles ein bisschen freier gestalten) nach Boulder zu gehen, von wo aus Evelina und ich einen Bus zum Airport nehmen und die Nacht am Flughafen verbringen würden, denn sowohl Florian wollte nicht so gerne so früh aufstehen müssen um uns zum Flughafen zu fahren als auch ich wollte keine schlechtes gewissen haben (unser Flug ging um 7 Uhr morgens). Gesagt, getan. Nachdem, Stefanie uns alles mögliche über Boulder erklärte und uns Busverbindung etc. rausgesucht hatte, hieß es tschüss zu sagen, jedenfalls zu ihr und den Kids. Mit Florian fuhren wir also zu den Red Rocks, die eine Touriattraktion sind aber auch zu recht. Sie sind einfach wunderschön und mit der Landschaft drum herum wirkt alles einfach bombastisch. Aber seht selbst:

Zu den Red Rocks gehört ein Amphitheater, wo viel Menschen zum exercising hingehen, jedenfalls sah das danach aus. Die Landschaft an sich erinnerte mich jetzt mehr an Irland, was das bergige anbelangt aber natürlich war es nicht ganz so grün. Danach brachte Florian uns also nach Boulder, wo wir uns für alles auch nochmal bedankten und somit waren wir auf uns alleine gestellt. Wir liefen die Podesten Mall entlang, wo ich mir einen Bärenanstecker (für meine Jacke die ich später mit Patches oder Anstecken von allen Orten die ich hier bereist habe machen möchte) und eine Postkarte beim Souvenirshop kaufte. Ich muss sagen Boulder ist wirklich eine super super schöne Stadt. Es war schön wieder mehr unters leben zu kommen und wir genossen es einfach dort umherzuschlendern. Bevor wir uns mit dem Bus auf den Weg zum Flughafen machten, aßen wir noch ein Bourito bei Illegal Pete´s, was eine Empfehlung von Stefanie war und es war wirklich wirklich gut. Um 7 machten wir uns auf den Weg zur Busstation. Dort lösten wir Tickets und wir waren schon sehr überrascht und irgendwie confuesed, dass man bis 19 einen riesen Rabatt bekam, denn normal hat das Ticket 10,50 gekostet, Evelina musste aber nur 3,20 zahlen. Wir fanden das ein bisschen komisch, da man ja mit 20 auch noch minderjährig ist aber gut ich musste die 10, 50 Version nehmen, wobei Evelina und ich den Preis beider Tickets schlussendlich aufteilten. Sehr nett von ihr! Am Flughafen angelangt machten wir uns zu unserem Gate und suchten uns einen ruhigeren Platz, wo wir schlafen sollte. Evelina, die sich noch ein Kids Happy Meal von Mc Donalds gönnte, von dem ich die Hälfte der Fries essen musste, die sie nicht mehr schaffte, bekam wohl etwas schlaf.. Ich hingegen machte kein Auge zu und war am nächsten Tag tot. Um 7:21 ging unser Flug zum DCA zurück, bei dem uns meine Hostmom abholte, da ich sofort danach arbeitete. Und ja ich habe den Tag überstanden und war überraschenderweise super fit, war aber auch super froh als ich endlich in mein Bett konnte.

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So was bleibt am Ende zum Trip zu sagen: Es war wirklich mal wieder ein schöner Trip. Ich konnte es super genießen, was auch viel daran lag, dass ich mir keinen Plan machte und mir extra nicht viel raussuchte und doch hatte ich das Gefühl sehr viel gesehen zu haben und eine gute Abwechslung gehabt zu haben. Der erste Tag oder auch generell wo sie leben, sah ich eine ganz andere Natur als am zweiten tag mit den Red Rocks. Nederland (wo sie wohnen) besteht aus viel Nadelwald und grauem Gebirge, während die Red Rocks Umgebung kaum mit Bäumen bewachsen war und aus grünen Hügeln bestand. Bei den Red Rocks als auch in Boulder war auch ein ziemlicher Temperatur Unterschied zu Nederland zu spüren, was wohl daran liegt, das Nederland von der Lage her viel höher ist. Allgemein waren Sowohl Evelina als auch ich von der Natur angetan und begeistert aber meinten später, dass wir uns im generellen nicht vorstellen könnten in Colorado zu leben, vor allem nicht da wo der Bekannte mit seiner Familie wohnt, weil es doch sehr abgeschottet ist. Boulder käme schon eher in frage, wobei ich einfach insgesamt sagen muss, dass mir Colorado zu isoliert vorkam um dort zu wohnen (und auch zu kalt) auch wenn wir wirklich glück mit dem Wetter hatten und es richtig schön war. Auch der Florian meinte wir haben das richtige Wochenende erwischt, eine Woche vorher hätte es nochmal geschneit. Der Sommer dort ist demnach wohl sehr kurz und alleine das wäre schon ein Grund, weshalb ich da einfach nicht leben könnte. Ich bin kein Kältemensch! Dennoch Colorado ist auf jedenfalls einen Besuch wert, gerade wenn man Natur und Wanderungen gerne mag (uuund auf einen Bären treffen möchte :D). Alles in allem also mal wieder ein super schöner Trip und noch immer nicht mein letzter bevor es in meinen Reisemonat geht 😉

April:

Ein Monat voller Reisen, Ereignissen, Eindrücken und Erfahrungen. Ich bin so dankbar für diesen Monat, in dem ich unglaublich viel sehen und unfassbare Erinnerungen sammeln konnte. Gestartet hat alles mit den Bahamas, wo ich gut in einen neuen Monat kommen durfte aber ein April April ausblieb. Weiter führte es mich zu einer auch wenn das Wetter nicht mitspielte doch schönen Hochzeit nach Texas und einem damit verbundenen Wiedersehen mit Rachel und Ihrer Familie, die ich jetzt schon lieb gewonnen habe. Und zu guter letzt ging es für mich mit meiner Gastfamilie auf eine unglaubliche Reise nach Costa Rica, ein Land das durch diese Reise zu einem meiner lieblings Urlaubsziele wurde. Für mich selber hieß es in diesem Monat aus meiner Komfortzone herauszuschreiten. Einerseits durch Dinge wie den „Bungysprung“ (war ja kein richtiger aber trotzdem), insbesondere aber durch die Situation, dass ich kein Wochenende in meinem amerikanischen Zuhause zwischen den Trips für mich hatte. Ich kenne mich gut und weiß, dass es für mich eigentlich zu viel und zu stressig ist ständig unterwegs zu sein, so dachte ich jedenfalls. Doch ich musste mich eines besseren belehren und mit Erstaunen feststellen, dass ich keinesfalls kaputt war nach dieser Reisezeit. Ich dachte ich würde nach den Trips Zeit für mich brauchen und nichts aber auch wirklich nichts mit anderen machen wollen, doch ich war vielmehr voller Energie und wollte mich mit meinen Freunden treffen, um sie endlich wiederzusehen. Denn in der Woche zwischen den Reisen habe ich mich mit fast keinem getroffen, habe sie alle sozusagen 3 Wochen nicht gesehen, außer Annalena mit der ich play dates machte, wo wir bei einem nach DC zu den Cherry Blossoms fuhren, die in voller Pracht blühten. Dazu müsst ihr wissen, die Kirschbäume sind in einem Zirkel um das Wasser in DC gepflanzt und dadurch wirkt es bombastisch, wenn auch nicht so extrem wie ich es mir gedacht hatte. Hier ein kleiner Einblick:

Dadurch, dass ich so viel unterwegs war musste ich die Cherry Blossoms (die eine wirkliche Touriattraktion und fast wie eine art Festival sind), in der Woche machen und konnte leider nicht zu den Aktionen an den Wochenenden, denn die Cherry Blossoms starteten genau in der Zeit wo meine Trips begannen und endeten auch mit diesen. Es war ein bisschen schade aber natürlich würde ich meine Reisen niemals dagegen eintauschen. Sie waren ein absolut tolles Erlebnis und es war auch mal spannend zusehen wie ich mich tatsächlich fühlen würde, wenn ich so viel auf einmal reise. Klar war ich ein wenig erschöpft gerade nach Texas aber um mir zu sagen dass es eigentlich zu viel ist blieb mir garkeine Zeit und in Costa Rica waren es dann ja auch richtige vacation für mich (mit ein klein wenig aufpassen auf meine Kleine) und meine Hosteltern kümmerten sich um alles, weshalb es für mich keinesfalls stressig wurde. 

Was bleibt am Ende also zu sagen ? Eigentlich habe ich schon alles erwähnt aber ich kann nicht genug oft schreiben und kann es garnicht in Worte fassen was für eine absolut wundervolle Zeit ich in diesem Monat hatte. Der Monat April neigt sich nun dem Ende und damit auch meine Zeit als Aupair. Nurnoch 3 Monate stehen mir bevor, denn meine Zeit als Aupair endet wenn ich in meinen Reisemonat starte, für den ich im übrigen mittlerweile begonnen habe Flüge zu buchen. Ich werde die Monate die mir bleiben versuchen so gut wie möglich auszuschöpfen und mit meiner Gastfamilie sowie Freunden jeden Moment genießen, der mir mit ihnen noch bleibt. Nun bin ich bereit für den Mai, in dem mich ebenfalls noch viele Reisen erwarten werden auf die ich euch gerne weiterhin mitnehmen möchte. Also bleibt dran. 

Damit ich es nicht wieder vergesse, es gibt auch schon seit längerem Neuigkeiten, was meine Nachfolgerin anbelangt. Nachdem zwei Mädchen aus Brasilien, die meine Gastmutter super fand, sich doch für andere Familien entschieden, klappte es nach einer Zeit und sie sind mal wieder mit einer Deutschen ins Match. Nun ist es, wie ich oben schon erwähnte, also sicher. Ich komme im August nach Hause (Ich starte meinen Reisemonat früher weil meine Gastfamilie schon früher in den Urlaub geht). Einerseits finde ich es gut, das nun sozusagen ein wirklicher Schlussstrich gezogen wurde, andererseits ist es für mich mittlerweile aber auch sehr schwer mir einen Alltag ohne meine Hostfamily vorzustellen und zu sehen wie sie sich auf ein neues Aupair einlassen, die in meinem Zimmer schlafen und meine Position einnehmen wird. Aber so ist es als Aupair. Wenn du Glück hast bist du die letzte aber bei einem kleinen Kind wird es immer eine nach dir geben und du bist eine in der Reihe. Ich habe es aber für mich selbst entschieden also muss ich auch damit abschließen und klarkommen. Jetzt klingt es so als wäre ich nicht bereit nach Hause zu gehen aber ich bin es absolut. Ich versuche nur zu erklären, dass es, auch wenn man ja schon vorher wusste man ist nicht das letzte Aupair, trotzdem schwer ist es zu realisieren, bis dich die Realität eingeholt hat. Natürlich werde ich das neue Aupair mit offenen Armen empfangen und ihr versuchen alles zu zeigen etc. aber dennoch ist man ein bisschen vor den Kopf gestoßen und da kann mir kein Aupair, das eine gute Verbindung zu seiner Gastfamilie hat etwas anderes erzählen. Dennoch, ich freue mich wirklich sehr auf zu Hause, habe aber auch ein bisschen Angst wie es für mich sein wird nach einem ganzen Jahr. Von anderen Aupairs höre ich mal, dass es für einige von ihnen sehr schwer war wieder in das alte Leben zurückzukehren und für andere aber einfach normal ist und sie super glücklich sind. Ich bin wirklich sehr gespannt wie es mir ergehen wird und werde es euch wenn der Zeitpunkt gekommen ist auch wissen lassen. Das wars nun aber zum Monat April. 😉 

Springbreak: (10.-20.4.2019)

Nun liegt auch der dritte Trip hinter mir. Wohin es mich dort führte werdet ihr schon ganz bald in Erfahrung bringen (wobei ihr euch das bestimmt auch schon denken könnt 😉 ). Nachdem ich aus Texas von der Hochzeit wiederkam, hatte ich einen Tag, um meine Sachen zu packen und mich seelisch darauf vorzubereiten wieder weg zu fliegen. Denn schon am 10. April (einem Mittwoch) ging es mit meiner Gastfamilie in ihren Springbreaks auf Vacation. Am selben Tag an dem wir starteten, ging meine Kleine noch zur Preschool und meine Großen in die Schule, sie alle wurden aber schon früher von meiner Hostmom abgeholt, da unser Flug vom BWI nachmittags um 4 ging und wir ersteinmal noch eine Stunde hinfahren mussten. Es klappte alles einwandfrei (wir fuhren mit dem Auto, das wir für die eineinhalb Wochen für 8$ pro Tag dort parkten). Wir flogen mit einem Zwischenstop in Atlanta mit der Airline Delta, die mittlerweile wirklich zu meiner lieblings Airlines zählt, da es alles ein bisschen netter ist und man auch meist einen TV hat. Diesmal bekamen wir auch Essen aufgrund der Flugstrecke. Man konnte sich zwischen einem Putensandwich und einer Käseplatte mit Früchten entscheiden. Ich als nur Biofleisch-Esserin nahm da natürlich die Käseplatte, bei Käse kann man ja auch nix falsch machen. Jetzt seit ihr aber bestimmt schon gespannt wohin es denn ging, wenn es ein langer Flug auf dem man sogar nicht nur einen Snack bekommen hat, war. Na gut, dann will ich das Geheimnis (was ja irgendwie auch kein Geheimnis ist, weil ich es mit Sicherheit schon vorher mal in meinem Blog erwähnt habe aber egal) jetzt mal lüften. E s  g i n g  n a a a c h  COSTA RICA! Ein Land das mich schon immer begeistert hat und das ich schon immer immer immer besuchen wollte. Jetzt sollte sich dieser Traum also erfüllen. Aber nicht das ihr an dieser Stelle denkt, dass mich meine Hostfamily mitgenommen hat damit ich nur relaxe, natürlich sollte ich auch auf meine Kleine aufpassen aber das nimmt man doch in Kauf (zumal ich mir sicher war das es ziemlich easy sein wird und auch nicht den ganzen Tag wie sonst). Schon damals als ich mit meiner Gastfamilie geskyped hatte, fragten sie mich direkt ob ich denn mitkommen wollen würde oder lieber die Woche frei bekommen wollte, um mit meiner Familie etwas zu planen, weil das wohl meine vorherigen Aupairs immer so gemacht haben. Für mich stand das aber garnicht in frage. 1. wer sagt nein zu Costa Rica, wenn man es auch noch bezahlt bekommt und 2. wollte ich auch super gerne eine Reise mit meiner Hostfamily machen, was meine Vorgängerinnen normalerweise im Sommer gemacht haben aber was bei mir nicht geht, weil meine Gastfamilie nach Alaska geht und last but not least hatte meine Familie sowieso nicht geplant mich besuchen zu kommen, da sie mir das Jahr sozusagen für mich geben wollten, was ich auch gut finde.  Klar gab es Zeiten wo ich mir manchmal wünschte jemand würde kommen aber mittlerweile bin ich ziemlich froh, dass es nicht so ist, weil ich doch das Gefühl habe dadurch noch viel mehr zu wachsen. Nun gut jetzt aber genug gelabert, dann fange ich mal an über den für euch vermutlich spannenderen Teil zu erzählen aber macht euch gefasst es wird ein langer Blogeintrag 😉

Nun aber:

In San Jose am Flughafen angekommen ging es mit dem Shuttle zu einem sehr nah gelegenen Hotel, da es schon spät war als wir ankamen. Und alleine von unserer Ankunft am Flughafen und der fahrt mit dem Shuttle gibt es was zu berichten. Wir alle waren natürlich super müde bei der Ankunft und wussten ungefähr wo das Shuttle fahren würde, waren uns allerdings nicht ganz sicher. Die Costa Ricaner total hilfsbereit, wollten uns alles zeigen aber im Endeffekt waren sie alle natürlich auf Tips aus. Und am Ende waren wir selber auch richtig mit dem Shuttle. Meine Gasteltern wollten einem Mann trotzdem einen Tip geben, fanden ihr Geld aber nicht (das Costa Rica Geld ich weiß nicht wie das heißt 😀 ), der Hotelbusfahrer meinte schließlich das wir los müssten und wir dem Mann ja kein Tip geben müssen, weil er nicht zum Hotel gehören würde. Dieser wurde daraufhin sehr sauer und fing an den Busfahrer zu schlagen/boxen. Er war allerdings viel kleiner was darin endete das der Busfahrer ihn nur dumm anguckte, so von wegen „was willst du denn jetzt“. Das war doch alles etwas gruselig, vor allem weil meine Hostmom und meine Kleine direkt davor standen. Ich hatte Angst um die und habe mich beeilt den Eingang des Buses frei zu machen, damit sie schnell rein konnten. Im Bus hingesetzt meinte ein anderer Amerikaner nur „Welcome to Costa Rica“. Und auch wenn man ja sagt „der erste Eindruck zählt“, haben wir uns davon nicht unsere Reise verderben lassen und in diesem Fall trifft der Spruch auch nicht zu. Vorweg kann ich nur sagen, es war ein wahnsinns Urlaub.

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Erste Station: San Jose, La Fortuna und Alajuela

Im Hotel angekommen hatten wir zwei Zimmer. Mein ältestes Hostkid und ich eins für uns. Es war nicht schlecht und für eine Nacht total gut. Frühstück war nicht included, mein Hostdad kaufte aber eines für meine Großen, die mir netterweise etwas mitbrachten, da ich noch schlief. Danach ging es zum Walmart wo wir ein wenig einkauften und nachdem unsere Sachen im Mietwagen verstaut waren, den mein Hostdad geholte hatte, ging es los auf unseren dreitägigen Roadtrip. Der erste Stop war auf dem Weg nach La Fortuna ein kleines offenes Restaurant an der Straße. Gegessen habe ich Reis mit Bohnen, Fisch sowie Kochbananen und Gemüse und getrunken einen frischen Annanassaft, der mich völlig aus den Socken gerissen hat, so aromatisch war er. Ich habe das Restaurant geliebt. Und hier merkte ich außerdem, dass ich Kochbananen mag (wo ich mir vorher absolut sicher war, dass ich sie niemals mögen werde). Ja mein Geschmack verändert sich in diesem Jahr doch sehr muss ich sagen. Erst lerne ich Sushi und dann Kochbananen zu lieben. Toll! Nach der kleinen Pause machten wir uns anschließend auf den Weg zu einem Wasserfall (Alajuela), zu dem wir schlussendlich gefühlt 10.000 Treppenstufen runtersteigen (und nachher natürlich auch wieder hoch was um einiges anstrengender war und uns alle sehr zum schwitzen brachte) mussten. Aber das lohnte sich absolut denn man konnte im Wasser beim Wasserfall schwimmen. Wir hatten riesigen Spaß und ich hatte eine super Zeit mit meinen zwei Großen. Voller Begeisterung ging es weiter zum nächsten Hotel. Auf dem Weg dorthin begegneten uns Hunde, Pferde und Kühe (die auch wenn sie einen Zaun hatten manchmal einfach auf der Straße standen, was keine Ausnahme war sondern des öfteren vorkam 😀 ). Außerdem versuchte ich auf dem Weg ständig ein Foto aus dem Auto von dem Vulkan zu schießen, den wir ständig zu Gesicht hatten, aber es gelang nie ganz gut und wie sollte ich denn ahnen, das der Blick aus unserem nächsten Hotelzimmer/apartment direkt auf den Vulkan fiel 😀 Ja wirklich so war es und es war atemberaubend. Nun aber erstmal Bilder und dann zur Ankunft im Hotel.

Zweite Station: Lost Iguana Resort

Das Hotel ist ein Resort. Es gibt mehrere Häuser, die sehr verstreut liegen und in denen man sozusagen eine Wohnung für sich hatte. Dazu gab es ein Restaurant und eine Bar am Pool. Das ganze war wie ein Dschungel. Umgeben war man von Pflanzen und Bäumen aller Art sowie den schönsten Vogelgesang und Grillengezirpe das man sich vorstellen kann. Es war einfach großartig. Empfangen wurden wir mit einem Drink und wärend mein Hostdad die Sachen wegbrachte, entspannten wir Mädels an der Poolbar. Wir genossen einfach den Ort. Nach einer Weile und ein paar Drinks die sich meine Hosteltern gönnten, machten wir uns auf dem Weg zum Zimmer und da staunte ich nicht schlecht, als ich sah dass wir einen riesigen Balkon und eben die Aussicht auf den Vulkan hatten. Es war ein Traum. Geduscht und fertig für den Abend, gingen wir wieder zur Poolbarplatform was essen und dann auch schon schlafen. Am darauffolgenden morgen erwartete uns ein super Frühstück mit Ausblick. Ich war da schon ein wenig traurig, dass wir dort nur eine Nacht blieben weil es so schön war aber so ist das mit Roadtrips. Damit ich die Umgebung aber noch mehr ausschöpfen konnte ging ich nach dem Frühstück auf einen Spaziergang (den meine Gasteltern vor dem Frühstück gemacht haben) wo mich wieder viele viele Stufen erwarteten aber auch hier lohnte es sich. Auch wenn ich keine Affen wie meine Gasteltern traf, genoss ich die Ruhe doch sehr. Ich lauschte den Tieren und traf auch auf eine Ameisenstraße, die ich für eine Weile beobachtete. Zurück von meinem Spaziergang ging es dann auch schon los. Unser nächstes Ziel lautete Montverde

Dritte Station: Montverde, Valle Escondido und  Mostico Arenal Hanging Bridges Park

Nach einer sehr sehr holprigen fahrt, die Straßen sind im generellen nicht so breit und sehr kurvig und eben holprig aber diese Strecke hat noch mehr zugesetzt, da wir die Terstraße verließen und auf einem Sandweg fuhren, kamen wir nach etwa 3 Stunden Autofahrt an unserer nächsten Unterkunft an. Diese bestand wieder aus mehreren Häusern mit Wohnungen allerdings war es diesmal nicht so verteilt und versteckt hinter Bäumen und anderen Pflanzen sondern eher in einem Zirkel aufgebaut. In der Mitte war eine weite offene Fläche von der man einen tollen Ausblick auf die hügelige Landschaft hatte. Zudem war das Restaurant wieder offen, was eine tolle Atmosphäre bringt. Die Zimmer in dieser Unterkunft waren nicht so schön wie bei dem anderen aber für eine Nacht auch völlig oke. Sachen ins Zimmer gebracht, teilten wir uns eine Ofenpizza (die hatten dort einen richtigen Pizzaofen, wodurch die Pizza natürlich mega lecker war) und ich trank eine Kokosnuss. In der Zwischenzeit hatte Bea sich mit einer Madeline angefreundet, die ca. 5-6 Jahre alt war. Ihre Familie reiste auch durch Costa Rica weil ihre Mum vorher ein Meeting hatte. Zusammen mit dieser Familie ging es um 5:30 auf eine Nachtwanderung, wo wir den verschiedensten Tieren begegnen sollten. Wir trafen auf Tarantullas, Frösche, die im übrigen in Costa Rica ALLE giftig sind, Ameisen, Skorpione und vieles mehr. Der Führer erzählte uns über die jeweiligen Tiere immer was, was ich hier jetzt aber nicht berichten werde. Im gesamten war die Tour wirklich super aber auch ein bisschen gruselig, gerade wenn man keine Spinnen und Käfer mag. Ich fand es dennoch sehr interessant, war aber auch froh als wir aus dem „Dschungel“ wieder rauskamen und etwas essen konnten. Nach dem Essen ging es dann auch ins Bett. Aufwachen taten wir wiedermal ziemlich früh, denn Costa Rica ist von Virginias Zeit 2 Stunden zurück. Meine Hosteltern gingen Spazieren und ich frühstückte mit den Kids. Nachdem sie wieder da waren machte ich mich auf. Wieder mit einigen Stufen ging es durch den gefühlten Dschungel auf kleinen Pfaden zu verschieden Plattformen mit unterschiedlichen Aussichten. Ein Glück gab es eine Karte wo Nummern markiert waren, so dass man sich nicht verlief. Wiedermal verschwitzt aber durch den Spaziergang mit Energie geladen, ging es dann auch gleich los zur nächsten Station: Der Flughafen/Autoverlei, bzw. vorher Walmart.

3. Station Peninsula Papagayo:

Mit ein paar Einkäufen fuhren wir also zum Autoverleih aber natürlich nicht um unser Auto abzugeben und wieder nach Hause zu fliegen, nein, wir trafen dort die zwei anderen eng mit meiner Gastfamilie befreundeten Familien, mit denen wir auch oft Partys haben, denn mit ihnen sollten wir eine ganze Woche in einem mega schicken Haus, wo vor einem Jahr etwa Selena Gomez war, verbringen. Jetzt denkt ihr „Oha, die Familien müssen ja mega reich sein“. Jein, also schlecht verdienen tun sie nicht aber so viel um sich so ein Haus leisten zu können dann auch nicht. Die Mutter der halb indischen Familie (Suma) ist mit der Besitzerin des Hauses befreundet, die uns deshalb eine Woche umsonst dort leben ließ. Das einzige was bezahlt werden musste waren die Putzkräfte, die ohne spaß jeden Tag kamen. Ich fand das am Anfang sehr übertrieben, konnte es dann aber auch irgendwann verstehen, weil die Besitzer somit natürlich irgendwo eine Absicherung hatten, dass auch nix unbemerkt kaputt ging etc. Koffer und Leute sowie Einkäufe irgendwie verstaut, ging es also endlich zum Haus, auf das sich alle natürlich super freuten und auch zu recht. Es war wirklich krass! Ich war am Anfang so geflasht und dachte nur irgendwie kann das ja jetzt nicht wahr sein und das ist einfach redicoulus. Aber es war real und großartig. Nach einer Hausführung wurden die Zimmer verteilt. Ich kam mit den Kleinen (Gwen (5), Tara (6 oder 7) und Bea) in ein Zimmer. Aber um ehrlich zu sein hatte ich das Zimmer fast für mich. Die erste Nacht schlief ich da komplett alleine, die nächsten war Gwen da und nur 2 Nächte schlief ich mit Tara und Gwen in einem Raum. Bea gesellte sich nie dazu. Nach Erkundung des Hauses, relaxten wir einfach am Pool des Hauses. Doch dieser war nicht mein persönliches Highlight des Hauses. Mein Highlight war die Yogaarea. Diese befand sich direkt unter dem Eingang, man kam nämlich von oben ins Haus und war umgeben von Wasser. Man gelangte über Steine im Wasser zu der Area. Dadurch, dass es so schön dort war, habe ich natürlich auch jeden Tag Yoga gemacht. Hier ein paar Bilder und nochmal der Link wenn ihr das video sehen wollt:

Am ersten vollen Tag am Haus ging es nach Yoga und Frühstück zum Beachclub, wofür man zahlen musste, an den Strand. Das Wasser war leider zu wellig um zu schwimmen (jedenfalls für mich) aber dennoch fand ich es toll. Außerdem gab es dort auch verschiedene Pools, wo ich mit Bea viel Zeit verbrachte. Mittaggegessen wurde dort auch  Ich hatte Fishtacos auf die ich schon die ganze Zeit scharf war (yumyumyum) und zudem durfte ich mir einen Smoothie aussuchen, wo ich mich für Ananas Banane Erdbeere entschied. Mal wieder sehr gut. Da ich merkte, das keiner so wirklich lust hatte von mir Fotos zu machen (aber ich sollte ständig welche für sie machen), musste ich eine andere Lösung finden, da ich natürlich auch welche haben wollte. Ich bin ja nicht scheu also fragte ich andere Leute, die es natürlich liebend gerne machten. Danke dafür! Nachmittags ging es dann zurück und wurde am Haus entspannt, gekocht, gegessen und nach dem Abendessen Game of Thrones geguckt. Jedenfalls was den Hauptteil der Erwachsenen betraf. Ich war sooo sooo happy das sie auch alle Game of Thrones gucken, da ich es umbedingt sehen wollte, zumal es die letzte Staffel ist.

Der nächste Tag war dann mit mehr Action. Zusammen mit den zwei anderen Familien, meine Hostelten und meine Kleine kamen nicht mit, ging es zu einem Adventure Park. Eigentlich wollte ich nicht alles mitmachen, weil es mir zu teuer war und ich dafür selber zahlen musste, aber ich wollte unbedingt Ziplining machen also fuhr ich mit, da ich wusste eine andere Gelegenheit würde ich dafür nicht mehr bekommen. Mein Hostdad meinte dann, falls ich die ganze Tour mitmachen wollte, würden sie für die Differenz von Ziplinig zum gesamten Packet zahlen, wo ich mich natürlich bedankt habe. Es stellte sich heraus, dass das gesamte Packet 95 kostete und nur Ziplining 50. Also machte ich doch alles mit was auch gut so war, weil ich mich sonst doch sehr gelangweilt hätte. Und was soll ich sagen es war einfach toll!. Gestartet haben wir mit dem Zipling, was wirklich spaß gemacht hat aber langsamer war als ich dachte. Auf der Ziplingintour konnte man zudem so eine art Bungyjumping machen. Nicht extrem tief aber immerhin. Ich habe mir gedacht warum nicht und machte es, was sich als großartig herausstellte. Denn schlussendlich hat es mir von allem am besten gefallen. Es sah folgendermaßen aus. Du wurdest vorne festgeschnallt und standest auf einer Platform an der Kante. dann wurdest du nach hinten gezogen/ deine Hüfte. Ich musste mich mega an den Typen festklammern weil ich sonst angst hatte zu früh zu fallen, was natürlich garnicht der Fall gewesen wäre weil du ja festgeschnallt warst aber trotzdem dein Gefühl sagt dir was anderes. Und dann hieß es Augen zu und durch. Quatsch natürlich nicht Augen zu. Augen auf! Hinten wurde losgelassen und ab ging es. Ja ich habe geschrieen aber es war sowas von toll. Voller Adrenalin ging es zum nächsten Punkt, bzw. erstmal zum Mittagessen. Dazu wurden wir zu ein Zelt geführt wo wir Snacks bekamen (typisch Costarikanisch) und dann gab es Lunch, wo man sich aus einem Buffet bedienen konnte. Ich aß Salat, Fisch, Reis mit Bohnen und selbstgemachte Chips. Gestärkt machten wir uns jetzt aber auf den Weg zum nächsten Punkt, den Wasserrutschen. Schon auf dem Weg zum Ziplining hat uns die Wasserrutsche bei unserem Aufstieg begleitet und man dachte sich immer „warum schreien die denn so das ist doch nicht so schnell“. Aber selbst hat man dann auch geschrieen. Zumal das Wasser auch kalt war aber nach einer Weile hat man das nicht mehr wirklich war genommen, der hauptsächliche Grund war das man sehr geschleudert wurde. Und so sah das ganze aus: Die Rutsche war nicht sehr steil, hatte aber einige Kurven und Wasser floss runter, wieviel hat am oberen Ende einer Kontrolliert. Bevor man nun rutschen konnte, musste man sich so eine art Lederwindel anziehen, einen Helm aufsetzten und einen Reifen mitnehmen. Oben angekommen (von wo aus man das Ende nicht gesehen hat), kontrollierte der Typ die Wasserzufuhr, so dass man gut einsteigen konnte und dann 1,2,3 los gings. Ein Schwall Wasser traf dich und damit kamst du in Bewegung und wie schon erwähnt das Wasser war kalt. Bei mir ging irgendwas schief, weil ich in der Mitte plötzlich stecken blieb, genau auf Höhe des Kameramanns (es wurden Fotos gemacht). Irgendwann hat mich dann ein weiterer Schwall an Wasser weitergetragen. Es hat so viel spaß gemacht, so dass ich nochmal ging und diesmal ging alles gut, abgesehen von meine Landung im Becken, die ich muss schon sagen sehr elegant ausgesehen haben müsste, weil ich immer mit einer Tauchlandung ankam. Dabei machten meine Beine immer einen Abgang in die Luft und mein Oberkörper plus Kopf landete unter Wasser 😀 Der nächste Teil der Tour war dann nicht mehr so mein Fall, denn wir ritten zu den Hot Springs, was an sich ja schon schön ist aber die Pferde taten mir einfach unglaublich leid! Sie waren alle mega dünn und ich hatte angst mich auf eines zu setzten weil ich dachte das kracht doch zusammen. Das viel schlimmere war aber, das ja alle und wirklich alle auf ein Pferd durften. Leute die nicht reiten konnten wurden nichtmal als Handpferd genommen und richtige Anweisungen wurden auch nicht gegeben. D.h. die Leute saßen wie ein nasser Sack auf dem Pferd… Die Pferde und Kühe, die man in Costa Rica antrifft sehen übrigens alle viel zu dünn aus. Ich hab das auch nicht verschwiegen, dass ich finde die Pferde sind zu dünn und der Anführer der Gruppe meinte, das es normal sei aber trotzdem finde ich sie sind zu dünn. Verderben lassen hab ich mir den Tag von dem ritt nicht, ich hab einfach nicht zu sehr darauf geachtet wie die Leute auf dem Pferd saßen und ich konnte ja reiten also hab ich es versucht zu genießen. An den Hot Springs angekommen wurden alle verschiedentemperaturigen Pools ausprobiert, manche waren viel zu heiß und ich hab das nicht verstanden wie einige Leute das so lange drinstehen konnten. Am Ende nahm ich mit den Kids ein Schlammbad und nach dem Abwaschen ging es mit einem Treckertransport zu unserem Auto und mit einem kleinen Abstecher zu Walmart wieder zum Haus. Die haben viel viel viel zuviel eingekauft aber dazu später mehr. Es wurde gegessen und ab ins Bett.

Der nächste Tag war ein Haus Tag, nur abends sind wir zum Hafen, haben dort was getrunken und die Besitzer vom Haus kennengelernt, die lustigerweise doch wieder in Costa Rica waren. Wir dachten ja alle die wären nicht da aber sie haben ihre Pläne geändert und weil wir ihr Haus beschlagnahmt haben, musste sie ins Hotel, wir habe sie sozusagen aus ihrem Haus gekickt… 😛 Am darauffolgenden Tag sind wir zu einem andern Beach, wo wir auch Affen gesehen haben darunter eine Mama mit ihrem Baby. Super cute! Zu dem Strand mussten wir fahren weil dieser zu weit weg gewesen wäre, um ihn zu Fuß zu erreichen. Das Wasser war richtig klar und man konnte sehr weit reinlaufen. Leider habe ich mich an diesem Tag etwas unerwünscht und fehl am platz gefühlt. Die Familien haben mich etwas ausgeschlossen und wollten irgendwann ein Gruppenbild aber natürlich sollte ich nicht drauf also musste ich das Foto machen. Was mich aber am meisten verletzt hat war, dass als ich auch ein Foto haben wollte und ich meine Hostmom fragte ob sie eines machen könnte, sie nur meinte „Just all about pictures right“. Sie hat mich richtig spüren lassen das sie kein bock darauf hat ein Foto zu machen aber anstatt mir einfach zu sagen das sie nicht in der Stimmung ist war ich die doofe, die nur auf Fotos aus war. Ja bestimmt, weil alle anderen ja nicht ständig Fotos haben wollten. Aber ich habe es einfach runtergeschluckt und versucht nicht ernst zu nehmen. Trotzdem habe ich mir dann gewünscht wenigstens eine Freundin da gehabt zu haben. Aber man kann nicht alles haben 😉

Der vorletzte Tag nahte, an dem ich alleine am Haus war weil die Familien ein Luxusboot gemietet hatten auf dem aber nur 12 Personen platz fanden. Bea wurde mitgeschmuggelt, also war nur ich zu viel. Aber ehrlich gesagt fand ich es auch mal ganz schön alleine am Haus zu sein. ich habe einfach die Zeit für mich genossen. Dooferweise erfuhr ich erst an unserem letzten Tag, dass man doch zu einem Strand in der Nähe über mehrere Treppen gelangen konnte. Vorher dachte ich immer nur, der einzige Strand der zu Fuß erreichbar war, wäre der beim Beachclub, und dieser kostete wie gesagt was. Naja so kann man sich täuschen aber dennoch war die Zeit am Haus schön. Ich nutzte die Zeit auch um ein Paar Poolbilder mit Selbstauslöser zu schießen 😛

Dafür das ich am Tag zuvor nicht am Strand war, waren wir am letzten Tag an dem Strand mit den vielen Treppen von dem ich wie ich eben erwähnte nichts wusste. Dort verbrachten wir bis mittags mit schwimmen und ich bin auch nochmal abends zum Sonnenuntergang hin, was toll war. Auf dem Rückweg waren links an der Treppe im Baum Affen die ich beobachtete und als ich meinen Weg fortsetzten wollte, realisierte ich, dass auf dem Geländer nicht weit von mir zwei Affen saßen. Ich blieb stock steif stehen, weil uns gesagt wurde, das wir nicht zu nah an Affen rangehen sollten, da sie nicht so lieb und süß sind wie sie aussehen, daher hatte ich da schon etwas Muffensausen. Ich wartete ab bis sie auf ein Baum kletterten und machte mich dann zügig auf den Weg zum Haus. Da es aber noch relativ am anfang meines Weges war, hatte ich den ganzen restlichen Weg schon ein bisschen schiss, zumal ständig Geräusche zu hören waren und es ständig irgendwo raschelte. Umso froher war ich als ich dann wieder am Haus war. Ich schwamm ein letztes mal im Pool und aß mit den Erwachsenen. Beim Abendessen wurde ich leider von einer Biene gestochen, die auf meine Schulter flog. Ich dachte es sei ein Käfer, weil ich ja keine Biene in Coste Rica an dem Haus erwartet und da ich absolut keine Käfer mag wollte ich „ihn“ mit der Hand wegwischen und da stach sie mich auf die Schulter. Meine Hostmom gab mir Tabletten weil sie meinte falls ich eine allergische Reaktion zeigen sollte, das kein Krankenhaus in der nähe wäre und weil sie immer etwas überängstlich ist wenn es um Krankheiten und so was geht. Ich weiß zwar, das ich keine Allergie habe aber ich nahm es zu ihrer Beruhigung dann doch.

Und das war es auch auch schon zum Trip. Denn am nächsten morgen nach einer letztem mal Yoga und schreiben von Briefen, was ich in die Hand nahm, ging es schon zum Flughafen. Die Briefe waren zum einen an die Besitzer und zum anderen an das Putzteam, dass sie das ganze Essen nehmen sollten, weil wir so viel über hatten.  Kein Scherz, mein Hostdad ist tatsächlich nochmal einkaufen gegangen obwohl wir wussten es war viel zu viel da aber nein ein Tag ohne Fleisch geht ja garnicht, von dem dann doch tatsächlich eigentlich alles weggeschmissen wurde weil keiner es aß außer meinem Gastvater. Eine weitere unnötige Aktion war, dass sie Pancakes am morgen gemacht haben anstatt das die Kinder einmal Müsli oder Toast essen können. Dazu müsst ihr wissen, die Pancakes die meine Hostfamilie leider immer macht sind mit einer Fertigmischung wo man also nicht so viel Milch und Eier braucht wie sonst. Das heißt es war auch irgendwo eine Verschwendung. (Ich habe übrigens einmal in Arlington Pancakes mit Buttermilch gemacht und meine Kleine meinte daraufhin das es die besten wären die sie je gegessen hat, kein Wunder wenn man mal beachtet das es keine Fertigmischung war). Naja jedenfalls habe ich dann versucht so viel wie möglich zu retten und hab mich ein bisschen übergessen. Und weil wir dann immer noch so viele Reste hatten und ich mir sicher war keiner würde in die Hand nehmen, den Putzkräften zu sagen, sie sollten sich bedienen, schrieb ich also den Brief und ich hoffe wirklich, dass sie nichts weggeschmissen sondern alles mitgenommen haben. Am Flughafen wurden noch Assesource gekauft und ich kaufte 2 Postkarten und nach einem kleinen Theater weil meine Kleine nachdem sie schon auf der ganzen Reise ständig was bekommen hat unbedingt noch ein Kuscheltier haben wollte, meine Gasteltern ihr aber eigentlich nichts mehr kaufen wollte, mein Hostdad damit sie nicht mehr weinte es aber dann doch tat, ging es in den Flieger und nach Hause. Dort angekommen war es dann auch schon 21 Uhr und damit Bettzeit.

Alles in allem bleibt mir nur zu sagen wie toll, großartig und prägend der Trip war. Ich bin so unglaublich dankbar dafür, dass mir meine Hostfamily die Zeit in Costa Rica ermöglicht hat auch wenn ich mich manchmal ein bisschen ausgeschlossen und nicht als Teil der Gruppe fühlte. Das war aber auch nur selten und somit ist das einzige Resultat: Es war ein fantastischer Urlaub, in dem ich viele neue Erfahrungen gesammelt habe und der mir immer in Erinnerung bleiben wird!

Texas Klappe die 2. : (6.-8.4.2019)

Zweiter Trip in so kurzer Zeit ✔️

Nachdem ich ja erst letzte Woche auf den Bahamas war ging es diese Woche noch einmal nach Texas, jedoch nicht um zu reisen oder viel zu sehen, nein. Diesmal führte mich eine Hochzeit nach Texas (New Braunsfeld). Denn bei meinem letzten Texas Besuch, haben Rachel und Ich eine Freundin von ihr (Sara) besucht und dieser ein bisschen bei ihren Hochzeitsvorbereitungen unter die Arme gegriffen. Rachel hatte ein Plus one und bot mir an zu kommen, wie ich vielleicht auch schon in meinem Bericht von damals  mitgeteilt habe, ich kann es gerade nicht erinnern, deshalb schreibe ich es hier jetzt (nochmal?). Ich war natürlich begeistert von der Idee konnte mich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht entschieden ein Flugticket zu buchen, weil es mir immer zu teuer war und es nur Flüge gab die zu ungünstigen Zeiten flogen. Ich habe bestimmt 2 Monate gebraucht um am Ende auch eine endgültige Entscheidung zu fällen, weil einerseits wollte ich natürlich schon super super gerne zu der Hochzeit, vor allem auch weil ich schon immer eine amerikanische Hochzeit miterleben wollte, andererseits war ich mir aber einfach nicht sicher ob ich es machen sollte zumal es wirklich NUR für die Hochzeit gewesen wäre. Am Ende habe ich mich, wie ihr euch jetzt ja anhand meines Beitrages denken könnt, für die Hochzeit entschieden. Ich habe auch einen einigermaßen günstigen Flug gefunden, was mir die Entscheidung vereinfacht hat. Am Samstag ging es dann noch nicht komplett ausgeruht von meinem letzten Trip, sehr sehr früh zum Flughafen. Mein Flug ging nämlich schon um 6 Uhr morgens vom weiter weg liegenden Flughafen BWI. Das Problem, welches mich die Tage vorher ein wenig gestresst hat war, dass es einfach keine guten öffentlichen Transportmittel von Washington geschweige denn Arlington zum BWI um diese Zeit gibt. Ich hatte also überlegt am Freitag Abend hinzufahren und dort zu übernachten, allerdings erfuhr ich dann, dass sie die Security über Nacht schließen und von daher war es mir doch etwas zu unsicher am Flughafen zu schlafen… Nach langem hin und her war eine Freundin dann so nett und brachte mich. Sie meinte sie wäre in der Nacht sowieso in der Nähe unterwegs, weshalb es passen würde. Sie wollte mich so um 12 Uhr nachts abholen. Somit ging ich früh ins Bett und schlief bis 12. Mit höllischen Kopfweh, das ich schon den Tag zuvor mit mir rumschleppte und von dem ich die vorherige Nacht aus meinem Schlaf gerissen wurde, schleppte ich mich zu der Freundin ins Auto, ich dachte echt ich sterbe. Am Flughafen angekommen war die Security noch nicht offen, ich versuchte also ein wenig zu schlafen was nicht klappte aber immerhin ruhte ich mich aus. Auch auf dem Flug, mit dem alles gut ging und auf dem meine Kopfschmerzen auch tatsächlich besser wurden, ruhte ich mich die ganze Zeit über aus und hatte meine Augen geschlossen. In Austin gelandet wo mich Rachels Mom abholte, war das Kopfweh dann eigentlich weg und mit einem Kaffee dann schließlich völlig besiegt 🙂 . Außer des Kaffees machten Rachel Mum und ich noch ein paar Besorgungen für Sara und fuhren dann zum Hairsalon wo die Brautjungfern und die Braut ihre Haare schön gemacht bekamen. Ich half wo ich konnte und diente am ende des Tages so wie Rachel etwas als seelische Unterstützung bzw Beratung wenn es um schminke etc. ging und mal eine Situation kam, die ein wenig nervenaufreibend für Sara war. Aber im generellen lief eigentlich alles nach Zeitplan und schon ging die Hochzeit los. Nachdem die Brightmaids einmarschiert waren und das Blumenkind die Blumen gestreut hat, was sehr amüsant war, weil sie merkte, dass sie zu viele Blumen am Anfang verstreut hat und deshalb zurück lief, um wieder welche aufzusammeln und sie dann am Ende des Weges zu streuen. Dabei fiel sie 2 mal hin. Ihre Mutter eilte ihr schließlich zur Hilfe und ging mit ihr auf ihren Platz, womit die Kleine mit „but Mommy“ zu protestieren begann, sie hatte ihre Aufgabe ja in ihren Augen nicht erfüllt 😅 Und schon kam die Braut. Die Zeremonie im gesamten war schön und natürlich auf Seiten der Braut mit Tränen aber ging viel schneller rum als ich dachte. Danach hieß es alle  sollten zum Festabiente (was ihr Hof war) fahren, während das Brautpaar und die Brautjungfern noch ein Fotoshooting hatten. Ich fuhr mit Rachels Mom zum Hof, wo ein extra Zelt aufgebaut war, mit wirklich schöner Dekoration. Dort warteten auch schon Snacks auf die Gäste zur Zeitvertreibeng. Auch die Hochzeitstorte lies sich schon bewundern. Außerdem hatten sie kleine Tier Stein Figuren auf ein Tablett gestellt wo auf einem Zettel stand, dass „sie sich schon ihren Stein ausgesucht hat und wir uns jetzt auch einen mitnehmen durften“. Ich habe am Ende aber mehr mitbekommen, weil welche über blieben und ich die alle so süß fand 🙂 Es dauerte eine ganze Weile bis das Brautpaar schließlich kam, in dieser Zeit habe ich die meiste Zeit mit Rachels 17 jähriger Cousine gequatscht. Am Anfang unserer Unterhaltung hatte ich keine Ahnung, dass es sich um ihre Cousine handelte. Irgendwann haben wir uns gegenseitig gefragt wie wir mit dem Brautpaar verbunden sind und so kam es dann raus 😂 Schließlich kam das Brautpaar auch endlich und die Hochzeit war allgemein so wie ich Hochzeiten auch kenne. Es gab Essen, das meiste mit Fleisch aber ich fand auch was ohne, es wurden Reden gehalten( viel kürzer als ich dachte) Rachel hielt auch eine, die wirklich rührend war und dann ging es auch schon an die Torte. Zum einen gab es die Hoschzeitstorte, die natürlich mal wieder viel besser aussah als sie am Ende schmeckte, wobei sie eigentlich doch recht gut war. Das einzige was absolut nicht geschmeckt hat war die Buttercreme außen rum. Dazu gab es auch noch einen Grooms Cake der aus Schoko und viel günstiger war aber mir im Gesamtpaket besser geschmeckt hat🙈 Vollschnabuliert ging es also zur Tanzfläche. Wunschkerzen wurden Entzündet und das Brautpaar eröffnete die Tanzfläche inmitten von den Wunschkerzen . Insgesamt ging wirklich alles so super schnell vorbei und es war nicht langweilig, obwohl nicht wirklich viel Programm angeboten wurde. Wie man es sonst noch von Hochzeiten kennt, war das Brautpaar auch auf dieser Hochzeit, oft mit Fotos beschäftigt und dadurch andauernd nicht wirklich ansprechbar. Oh und natürlich habe ich vergessen, der Blumenstrauß der Braut wurde natürlich noch geworfen, den keiner fing. Stattdessen fiel er wie eine heiße Kartoffel in die Mitte der Frauengruppe auf den Boden. Absolut alle machten einen Schritt zurück als der Strauß geflogen kam. Bei den Männern lief es mit dem Strumpfband ähnlich. Und schon war die Hochzeit rum die viel kürzer ging als ich dachte (von 5pm bis 11), was vermutlich auch Wetterbedingt war, da es ab und zu plötzlich richtig anfing zu regnen. Auch im absoluten Regenwetter führen wir den nächsten Tag nach Houston, da Rachel arbeiten musste. Etwas blöd war dass sie es mir nicht vorher gesagt hat, weil ich meinen Rückflug dann natürlich von Houston aus gebucht hätte und nicht von Austin aber gut lies sich nicht mehr ändern. Wir fuhren mit zwei von Rachels Cousinen wieder mal früh morgens nach Houston. Die eine mit der ich mich so viel unterhalten hatte und ihre 19 Jährige Schwester, die momentan auf Hawaii wohnt und in so einer christlichen Gemeinde tätig ist. Beide wirklich super lieb und interessiert. Ich bin froh sie kennengelernt zu haben und habe sie auch nach Deutschland eingeladen 🙂 In Houston haben wir während Rachel gearbeitet hat auch noch ne Weile gequatscht und uns ausgeruht. Ich war ja noch immer so müde vom Tag vorher… Abends haben wir was zu Essen bestellt und sind anschließend Eis essen gegangen wo wir hinliefen. Der erste Shop, wo wir eigentlich Eis holen wollten, hatte zu die zweite Anlaufstelle auch und beim dritten Mal hat’s dann geklappt. Ich hab mir leider meine Füße etwas wund gelaufen weil ich an der Hochzeit neue Schuhe an hatte und die mir schon kleine Anfnangswunden gemacht haben, welche beim Laufen dann also leider schlimmer wurden… aber naja. Muss ich nu mit leben und es hat mich ja nicht ungebraucht. Und dann hieß es auch wieder Abschied nehmen. Nachdem ich mich verabschiedet und versprochen habe wieder zu kommen ins Bett machte, weil Rachel und ich morgens gaaanz früh los mussten immerhin ging mein Flug schon um 9:30 was hieß ich musste spätestens um 8 da sein und wir fuhren 2:30 Stunden hin. Oh Gott, ich kann euch sagen ich bin tot nach dem Trip aber so richtig Zeit zum Ausruhen bleibt mir nicht denn in schon 2 Tagen gehts weiter 😳

Jetzt fragt ihr euch „Hat sich der Trip denn nu gelohnt? Für mich lohnt es sich immer dahin zu fliegen, weil ich es alleine schon mag einfach nur Zeit in Rachel Familie zu verbringen, weil die einfach so unglaublich nett sind. Außerdem habe ich die zwei Cousinen getroffen und kennenlernen dürfen, mit denen ich jetzt sicherlich im Kontakt bleiben werde. Aber das absolute Highlight war natürlich die Hochzeit, die auch wenn sie nicht ganz so krass war wie ich sie mir erdacht hatte wirklich wirklich nett war und ein absolut schönes Flair hatte. 

Und eine weitere Sache bleibt noch zu sagen, wo sich meine Familie zuhause freuen kann. Rachel hat sich für ein Scholarship beworbenen und wurde angenommen. Sie wird ab dieses Jahr im August/ September für 3 Jahre nach Deutschland kommen 😍 Wohin weiß sie noch nicht aber anyway, wir haben sie dann wenigstens wieder in Deutschland 🙆🏻‍♀️

Bahamas: (29.3.-1.4.2019)

Wie ich versprochen habe, meine Reisezeit beginnt jetzt! Am Freitag ging es los zu meinen nächsten größeren Trip und zwar auf die BAHAMAS! Gemeinsam mit Christina, die von Donnerstag auf Freitag bei mir übernachtete, machten wir uns Freitag morgen auf den Weg. Da wir vom nahen Airport flogen (DCA 10 Minuten entfernt), fragte ich meine Gastmuttern den Tag zuvor ob sie uns möglicherweise bringen könnte. Sie klang nicht sehr motiviert, weshalb ich mich schon darauf gefasst machte ein Uber oder Lyft zu nehmen. Überraschenderweise bot sie uns am morgen dann aber doch an uns zu fahren, wofür ich mich dann auch 10.000 mal bei ihr bedankt habe, weil es einfach immer sein kann das es mal nicht so glatt mit dem Uber und Lyft läuft, auch wenn ich bisher noch keine schlechte Erfahrung gemacht habe. Mit dem Flug ging Gott sei dank dann auch alles gut. Dazu muss ich folgendes erläutern: Den Tag vorher wollte ich online einchecken, konnte ich aber nicht. Es wurde ein Esta verlangt, was man aber 72 Stunden vor dem Flug beantragen musste, andernfalls hieß es könnte man nicht ins Boarding.  Mich überfiel natürlich erstmal die Panik und ich fragte meine Gasteltern ob ich jetzt ein Problem hätte. Die hatten aber auch keine Ahnung. Schließlich rief ich meine LCC an, die sich auch nicht zu hundert Prozent sicher war aber meinte, dass Aupairs eigentlich kein Esta bräuchten. Sie meinte ich sollte einfach mein DS und I 94 Formular mitnehmen und morgens hin, um vor Ort einzuchecken. Ein bisschen Muffensausen hatte ich trotzdem aber wiegesagt hat dann ja alles gut funktioniert und somit wisst ihr jetzt auch bescheid, als Aupair braucht man kein Esta, das DS und I 94 sind die Bestätigung, dass du wieder einreisen darfst wenn du im Aupairjahr in ein anderes Land fliegst. Mit dem kleinsten Flugzeug, mit dem ich je geflogen bin (2 Sitze auf jeder Seite in einer Reihe), ging es dann erstmal nach New York. Fragt mich nicht warum die das so machen, ich finde es selber unglaublich bescheuert, dass man erst hoch fliegt und dann wieder runter. Dadurch geht so viel mehr Zeit drauf und das schlimmste ist sowieso die Umweltbelastung. (Leider bin ich tatsächlich eine Umweltsünderin dieses Jahr…). Wenn ich zurück nach Deutschland komme pflanze ich Bäume 😛 Naja, jedenfalls in New York angekommen trafen wir schließlich den Freund von Christina, der mit uns auf die Bahamas kam aber andere Flüge hatte, da er erst später in den Trip mit eingestiegen ist. Der Flug von New York auf die Bahamas war glücklicherweise aber der gleiche und ging auch schnell rum, da wir Filme zum schauen hatten. Unser Flug führte uns nach Nassau, von wo wir dann auf die Paradise Island fahren mussten, was sozusagen eine kleine Extrainsel darstellt, die über eine Brücke mit Nassau verbunden ist. Um dort hinzukommen, bezahlten wir ein Taxi (50$). Natürlich erfuhren wir später, dass es einen Bus geben würde, der um einiges günstiger gewesen wäre (für jeden 2,50$). Extrem bereut haben wir das Taxi dann aber auch nicht, denn mit dem Bus hätte alles viel länger gebraucht, da dieser nur bis Downtown Nassau fährt und wir dann über die Brücke laufen hätten müssen, was eine weitere halbe Stunde gekostet hätte. Mit dem Strand am Abend wäre es damit wohl nichts geworden. Somit hatten wir mehr Zeit am Strand und wie sagt man immer so schön? Geld kommt wieder, Zeit nicht 😉 Am Hotel (Bay View Suite) angekommen, erwartete uns ein weiterer kleiner Schock, wir mussten nochmal für die Putzkraft etc. einen Aufpreis zahlen, wo ich mir eigentlich ganz sicher war, dass sie auf der Seite geschrieben hatten, es sei im Preis inbegriffen. Wir hatten aber keine Lust zu diskutieren und waren ja auch zu dritt, was die Sache schlussendlich auch nicht soooo schlimm machte. Das Zimmer, was ich gebucht hatte, war eigentlich für drei, hieß es. Als wir reingingen, war in unserem kleinen Apartment aber nur ein großes Doppelbett und eine Couch, auf der man nicht wirklich schlafen konnte, zu sehen. Wir musste uns also etwas einfallen lassen. Ein Glück war das Doppelbett größer als normal, es war wirklich gigantisch, wodurch wir alle Platz gefunden haben. Ich links außen, Christina in der Mitte und ihr Freund rechts. Zum Apartment im allgemeinen bleibt zu sagen, dass es wirklich sehr gut gelegen ist (der Strand war sehr gut zu Fuß erreichbar), auch wenn es an sich jetzt nicht das schönste war. Für zwei Nächte war es aber völlig ausreichend. Warum zwei und nicht drei Nächte, dazu später mehr. Jetzt dürft ihr natürlich dreimal raten wo es als aller erstes hinging. Ja, natürlich an den STRAND. Dort angekommen, war das Wasser sehr wild und hat riesige Wellen geschlagen, es war absolut nicht so wie man sich das Bahamas Meer vorgestellt hat. Auch am nächsten Tag, an dem es ungefähr den halben Tag geregnet hatte und wir uns nach einem kleinen Stop beim Supermarkt und anschließenden wegbringen der Einkäufe auf den Weg zum Strand machten, war das Wasser leider noch immer nicht so, dass man wirklich gut darin schwimmen konnte. Die Wellen waren sehr stark und zogen dich mit Leichtigkeit mit. Trotzdem war ich positiv gestimmt und genoss die Zeit dort und planschte am Rand immer auf der lauer, dass mich keine Welle mitriss, in dem klaren klaren Wasser. Ich war mir sicher, dass am nächsten Tag das Wetter besser sein würde. Es durfte einfach nicht anders sein 😉 Und durch den Fakt, dass man leider sowohl am Freitag und Samstag nicht schwimmen konnte, hat sich auch eine andere Entscheidung mit fällen lassen. Denn ursprünglich hatten wir geplant das bekannte Pigswimming zu machen, wozu man auf eine kleine private extra Insel gefahren wäre. Dort hätte man Lunch bekommen und eben mit den Schweinen schwimmen können. Das ganze wird auf der Seite Sandy Toes für 120$ angeboten, was schon echt teuer ist. Wir haben die ganze Woche sehr geschwankt ob wir das wirklich machen sollten, zumal wir jetzt ja auch nicht so eine lange Zeit auf den Bahamas waren und die Aktion einen ganzen Tag gekostet hätte. Das Wetter half uns dann also bei der Entscheidung und wir beschlossen lieber noch mehr Zeit auf der Paradise Island zu verbringen. Und ja, ich denke das war die richtige Entscheidung. Am Sonntag war das Wetter nämlich auch wirklich unglaublich schön. 27 Grad und kein bisschen bewölkt. Das Wasser war jetzt auch so türkis wie man es aus Bildern kennt und sich die Bahamas vorgestellt hat. Durch die ganzen Boote die fuhren, schlug es allerdings noch immer Wellen, jedoch nicht so riesige, so dass man nicht hätte schwimmen können. Diesmal gingen wir durch ein Hotel (Atlantis) zum Strand, was ein Riesen großes Luxus Ding ist und den Hotelgästen extrem viel anbietet. Es ist wie ein kleines, eigenes Reich mit vielen verschiedenen Bereichen, wo auch unterschiedliche Tiere zu finden sind. Von Delfinen bis zu Schildkröten. Später gingen wir mittags den Weg zurück und durften sogar Rochen füttern ( also eigentlich die Gäste aber keiner wusste dass wir keine Gäste waren 😉 ). Nachdem Christina und ihr Freund sich bei Dunken Donut was zu essen holten und ich mir ein Ben and Jerrys Eiscup mit Schokokern und Sahne mit Streuseln gegönnt habe (der echt lecker aber auch sehr mächtig war und mit 10,60$ auch einen stolzen Preis hatte), ging es wieder zurück zum Strand, wo wir dann bis zum Sonnenuntergang blieben bzw. den Anfang des Sonnenuntergangs, denn die Sonne ging auf der anderen Seite der Paradise Island unter. Deshalb machten wir uns dann auf den Weg, um über die Brücke nach Nassau Downtown zu laufen. Auf der Brücke konnten wir den Sonnenuntergang dann in seiner vollen Pracht bewundern. Es war unglaublich schön. Und nach der ganzen Harmonischen Zeit komme ich jetzt leider zu den etwas unharmonischeren Teil unserer Reise…  Denn unser ursprünglicher Plan war es, Sonntag abends in eine Bar zu gehen und spät zum Airport zu fahren, um dort die restliche Nacht zu verbringen, da wir am nächsten Tag fliegen würden (um 2 Uhr mittags). Allerdings entschlossen wir uns dann doch ein Airbnb zu nehmen. Ich war schon Tage davor am suchen aber irgendwie kam es nie zu einer wirklichen Entscheidung und ich wollte es nicht einfach buchen. Am Sonntag taten wir es dann. Allerdings fragten wir eines an, das nah am Airport und Strand, jedoch nur für 2 Leute bestimmt war. Ich schrieb den Gastwirten also ob wir auch zu dritt kommen könnten, da wir kein Problem mit einen Raum nur für zwei hätten und das sie uns bitte nur akzeptieren sollten, wenn wir auch zu dritt kommen dürften. Sie akzeptierten uns, schrieben dann aber das es nur für 2 ist und auch nicht mehr kommen sollten. Da war dann schon der erste Stressfaktor gesetzt. Ich musste an Airbnb eine Nachricht schicken damit ich das Geld zurück bekommen würde, was schlussendlich auch geklappt hat aber ich hatte doch auch angst es nicht wiederzubekommen und das waren 100 $. Währenddessen hatte Christinas Freund ein anderes Airbnb angefragt, was aber nicht antwortete. Somit standen wir da. Ich schlug vor einfach unseren ursprünglichen Plan einzuschlagen, die beiden anderen wollten das aber nicht. Sie hatten ein Hotel ins Auge gefasst welches 165$ kostete und entschieden dort einzuchecken ohne jegliche Absprache mit mir. Ich hatte nämlich absolut keine Lust so viel für eine Nacht dort auszugeben. Aber was soll man machen wenn man alleine gegen zwei steht und gegen ein Pärchen kommt man da erst recht nicht an. Das was mich am Ende aber wirklich am meisten stutzig gemacht hat, war dass die Beiden, nachdem sie geduscht hatten, einfach in eine Bar gingen ohne mich mitzunehmen geschweige denn zu fragen ob ich mitkommen wolle und bis 4 Uhr morgens dort blieben. Da habe ich einfach denn Sinn nicht mehr verstanden, warum sie ein Hotel haben wollten, da wir am nächsten morgen sowieso um 8 aufstehen mussten. Und am Ende waren die beiden dann sauer auf mich. Ich verstehe es bis heute nicht zumal das ja von Anfang an der Plan war, lange auf zu bleiben und dann nachts zum Flughafen zu fahren. Naja, es ist wie es ist und schlussendlich habe ich auch mit Christina ein bisschen darüber reden können aber ganz geklärt war es trotzdem nicht. Es ist einfach schade gewesen und ich habe mich in dem Moment wirklich ein bisschen übergangen und verarscht gefühlt. Umso besser war es dann aber, dass wir Frühstück included hatten (was ich persönlich jetzt aber auch nicht unbedingt gebraucht hätte, weil ich noch Bagels dabei hatte). Aus dem Hotel ausgeheckt war der Plan nochmal an den Strand zu gehen aber da wurde mir dann ein Strich durch die Rechnung gemacht weil es hieß ich müsste jetzt Cash abheben. Christina und ihr Freund hatten zwar schonmal Cash geholt aber haben es hauptsächlich auch immer für sich ausgegeben. Dazu muss ich sagen, das Cash abheben kostet 5 Dollar extra, was für mich als Aupair einfach schon viel ist. Ich habe dann versucht irgendwie anders an Bares zu kommen, indem ich mir wenigstens irgendwas im Supermarkt kaufe oder sonstewas aber da hat man auf den Bahamas absolut keine Chance. Also an alle die mal dorthin gehen, nehmt genug US Dollar in Cash mit, so dass ihr dort nichts abheben müsst! Schlussendlich musste ich jedenfalls wohl oder übel das Geld vom Automaten abheben und den Bus für uns alle bezahlen, was aber auch okay ist weil ich den beiden sowieso noch was schuldete. Am Airport angekommen wurde erstmal die Wasserflasche aufgefüllt, an meiner Stelle gleich zweimal, da ich ziemlich durstig war. Wasser ist sehr teuer dort, weshalb ich nicht viel gekauft hatte 😉 Und schon ging es zurück nach DC. Diesmal flogen Christina und ich total unabhängig von ihrem Freund. Wir hatten wieder einen Aufenthalt in New York während er einen in Charleston hatte. Um 10:15 gelandet holten wir uns daraufhin ein Lyft, so dass wir um 11 bei mir waren. Und das war der Trip auch schon.

Insgesamt muss ich sagen auch wenn wir am Ende ein paar Unstimmigkeiten hatten, war der Trip im allgemeinen eigentlich sehr harmonisch und super super schön mit den beiden. Ich habe die Zeit wirklich sehr genossen und gerade als ich auf den Bahamas am Strand lag kam mir auch nochmal in den Kopf wie unfassbar es eigentlich gerade ist, dass ich auf den Bahamas am Strand in der Sonne liegen kann. Ich hätte mir das vor meinem Aupairjahr niemals erträumt und bin super dankbar dafür! Vom Trip selber habe ich auch mitnehmen können, dass man immer Unterkünfte gebucht und immer immer Cash dabei haben sollte. Darüber habe ich mich tatsächlich am meisten geärgert, weil ich wirklich am überlegen war Cash mitzunehmen. Und mir fiel auf, dass ich in dieser Hinsicht absolut schon den amerikanischen Lifestyle angenommen habe, denn hier bezahlen eigentlich alle mit Karte, egal wo. In Deutschland habe ich das so gut wie nie gemacht. Ich habe immer mit Bargeld gezahlt. Ich finde da hat man viel mehr überblick und fühlt sich auch im allgemeinen sicherer. Aber gut das ist das System hier. Um jetzt aber nicht vom Trip abzuschweifen: Ich habe nicht nur bereichernde Erfahrungen auf dem Trip sammeln und mitnehmen können, sonder auch einen fetten Sonnenbrand… Obwohl ich mich mit Sonnencreme eingecremt hatte, habe ich es wohl zu wenig gemacht und auch meinen Kopf habe ich nicht gut genug geschützt. Jedenfalls hatte ich einen ganz schönen Sonnenstich von dem ich noch immer Kopfschmerzen habe. Aber das nehme ich absolut in Kauf und ärgere mich darüber auch nicht zu sehr. Ich war auf den Bahamas Hallo 😀 Am Schluss bleibt nur zu sagen, die Paradise Island war absolut der richtige Ort denn Nassau selber (Downtown) war wirklich nicht schön. Ich würde mal behaupten ich hatte einen perfekten Start in den April ohne jegliche Verarschung. Wobei, Christina wurde am Flughafen von einem Angestellten verarscht, der meinte sie müsste unter eine extra Kontrolle etc 😀 Sonst hat man vom April April aber nix mitbekommen.

Und um euch jetzt ein bisschen neidisch zu machen hier ein paar Bilder aber ich muss sagen die Bilder geben nur einen Bruchteil her!

 

März:

Bevor ich jetzt meine Reisezeit starte, dachte ich mir wäre es doch schön noch ein kleines Märzupdate zu schreiben bzw. was über meinen Alltag hier in Amerika zu berichten, da es eigentlich sonst  nicht wirklich spannende Neuigkeiten gibt.

Zu Beginn meines Aupairjahres ging meine Kleine noch Dienstag und Donnerstag zur Preschool, d.h. 2 Tage in der Woche. Am Montag war sie vormittags immer bei ihrer Oma bis 1 Uhr. Die Preschool geht von 9:30 bis 12:30 Uhr. Im Sommer bin ich danach meist mit ihr nach Hause, habe ihr Mittag gemacht und sie anschließend zum Nap gelegt, um am Nachmittag zum Playground zu fahren. Mit der Zeit wurden Playdates dann immer mehr. Mal auf dem Spielplatz, mal bei uns im Haus. Meine Kleine liebt es mit Petschops zu spielen, das sind kleine Plastiktiere mit Riesen Augen. Am Anfang habe ich da auch noch fleißig mit gemacht, doch mit der Zeit wurde es für mich doch sehr langweilig und durch den Winter zog sich das ganze drinnenspielen doch sehr hin, wodurch man mittlerweile ziemlich ausgelaugt ist und keine Lust aufs speilen mehr hat. Vor allem die Tage an denen ich meine Kleine den ganzen Tag hatte waren doch sehr mühsam und anstrengend. Ein Glück hatten meine Gasteltern als die Oma über den Winter nach Florida fuhr, die Preschoolzeit geändert. D.h meine Kleine ging jetzt nicht mehr Dienstag und Donnerstag sondern Montag, Mittwoch und Freitag zur Preschool. Was führ mich keine große Veränderung bedeutete. Ein Glück, denn meine Kleinen  schon zwei komplette Tage zu beschäftigen ist nicht ohne. Natürlich mache ich es auch gerne aber es ist auch wirklich nicht zu unterschätzen. Und ich muss sagen, ich brauche auch dies drei Tage in der Woche. Das einzige was an dem Tausch schade war, ist dass am Mittwoch und Freitag immer in der großen Bücherei Storytime ist und ich diese damit nicht mehr besuchen konnte bzw. kann, denn meine Kleine geht obwohl die Oma wieder da ist weiterhin drei Tage in der Woche zu Schule. In einer kleineren Bücherei in der Nähe ist am Donnerstag zwar auch storylines aber diese ist meiner Meinung nach nicht so toll wie die in der großen. Dennoch gehe ich dort meist hin, da fast alle anderen Freunde von meiner Kleinen morgens immer in der Preschool sind. Meine Kleine ist gefühlt die einzige, die nicht jeden Tag geht, was irgendwo auch gut ist weil man dann noch eine engere Verbindung zueinander aufbaut.. Insgesamt hat sich der Rhythmus mittlerweile aber auch ein wenig geänderte, was den nap angeht. Wir machen, wie ich ja schonmal erwähnt hatte  sehr viel mit Ellie und Annalen. Dadurch, dass  Ellie’s  Geschwister aber immer nachmittags zurückkommen und Annalena es nicht so gut findet wenn wir dann da sind, machen wir meist ein playdate vor Beas Nap, d.h. ich lege sie etwas später zum Nap. Das macht auch nichts weil sie sowieso immer relativ spät für ein Kleinkind ins Bett geht. Ja und das wars auch schon. Ich freue mich jetzt ziemlich auf den Frühlin, endlich wieder playground Zeit. Da macht alles doch wieder viel mehr Spaß! Mit meinen zwei Großen mache ich leider nach wie vor kaum was am Tag selber, wenn backen wir mal zusammen oder schauen uns am Abend  mal einen Film an oder gehen shoppen. Das war im Winter mehr durch ihre Aktivitäten, die sie jetzt wieder regelmäßig haben, lässt es aber leider wieder nach…

Nunja, ich denke das war mein Altag mit meinen Hostkids. Ich selber habe im Winter danach meist einfach Zeit für mich verbracht, mein Scrapbook gemacht oder Netflix geguckt etc. im Frühling und Sommer werde ich aber sicherlich wieder mehr unternehmen auch was Reisen betrifft. Ich kann euch schonmal verraten, dass mein April mit Reisen vollgestopft ist. Meine erste Reise davon starte ich heute. Wohin es geht? Das werdet ihr in meinem nächsten Blogeintrag erfahren 😉